- Incoterms sind internationale Handelsklauseln, die 1953 von der Internationalen Handelskammer eingeführt wurden, um klare Absprachen im globalen Handel zu ermöglichen.
- FCA (‘Free Carrier’) ist ein Incoterm der Gruppe F: Der Verkäufer haftet nur bis zur Übergabe der Ware an den Frachtführer.
- Ab der Übergabe trägt der Käufer alle Kosten und Risiken – inklusive Transport, Zoll und Einfuhrabgaben.
- Im Gegensatz zu CPT endet die Verantwortung des Verkäufers bei FCA früher, nämlich bereits beim Frachtführer und nicht erst beim Käufer.
Das Ausmaß des internationalen Handels nimmt stetig zu. Die Globalisierung erleichtert Exportgeschäfte und sorgt dafür, dass Unternehmer unterschiedlichster Regionen in gemeinsamen Geschäften zusammenkommen.
Verschiedene Sprachen und rechtliche Grundlagen zusammenzuführen, ist allerdings nicht einfach. Es müssen viele Aspekte bedacht werden. Deshalb hat die Internationale Handelskammer bereits im Jahr 1953 sogenannte Incoterms erarbeitet. Der Begriff kürzt die englische Bezeichnung „International Commercials Terms“ ab und wird zu Deutsch als Internationale Handelsklauseln übersetzt.
Es handelt sich hierbei um eine Reihe an Richtlinien, denen die Vertragspartner bei internationalen Geschäften freiwillig zustimmen können, um unmissverständliche Absprachen zu halten.
Incoterm FCA – Bedeutung
Der Incoterm FCA steht für Free Carrier und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Freier Frachtführer“. Es handelt sich um einen Incoterm der Gruppe F, der somit zu den Absendeklauseln, bei denen der Verkäufer keine Verantwortung für die Ware trägt, nachdem diese dem Frachtführer übergeben wurde. Der Incoterm kann bei jeder Transportart verwendet werden, eignet sich aber besonders gut für den Transport mit dem Container.
Wer zahlt bei Incoterm FCA?
Es gehört zur Verantwortung des Verkäufers, die Ware bis zu dem Standort zu transportieren, an dem die Ladung an den vereinbarten Frachtführer übergeben wird. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Verkäufer die Kosten für die Verpackung und den Transport zahlen. Außerdem trägt er bei Risiken die Verantwortung.
Mit der Übergabe an den Frachtführer geht die Verantwortung an den Käufer der Ware über. Er hat den Transport, sowie den Zoll und die anderen Einfuhrabgaben zu zahlen. Außerdem trägt er das Risiko, dass während dem Transport an den finalen Standort besteht.
Welche Unterschiede gibt es zwischen FCA und CPT?
Beim Incoterm FCA trägt der Verkäufer bis zu dem Zeitpunkt die Verantwortung für die Warenladung, an dem die Ware an den vereinbarten Frachtführer übergeben wird. Dies ist der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs beim Incoterm FCA vom Verkäufer an den Käufer.
Beim Incoterm CPT trägt der Verkäufer hingegen die Verantwortung, bis die Ware den Käufer am vereinbarten Standort erreicht hat. Es ist Aufgabe des Exporteurs, die Ware für die Überführung abzufertigen.
Entdecken Sie weitere Details zum Thema Incoterms in unserem zugehörigen Artikel. Hier bieten wir eine umfassende Erläuterung aller Aspekte der Incoterms, einschließlich der Definitionen und einem Überblick über die Lieferbedingungen, sowohl für Deutschland als auch international.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
FCA steht für 'Free Carrier' (Freier Frachtführer) und ist ein Incoterm der Gruppe F. Der Verkäufer ist verantwortlich, bis die Ware dem vereinbarten Frachtführer übergeben wird.
Der Verkäufer übernimmt die Kosten für Verpackung und Transport bis zur Übergabe an den Frachtführer. Danach zahlt der Käufer für den weiteren Transport, Zoll und alle Einfuhrabgaben.
FCA kann grundsätzlich bei jeder Transportart eingesetzt werden, eignet sich aber besonders gut für den Containertransport.
Bei FCA geht die Verantwortung mit der Übergabe an den Frachtführer auf den Käufer über. Bei CPT hingegen bleibt der Verkäufer verantwortlich, bis die Ware den Käufer am vereinbarten Zielort erreicht.
Der Gefahrenübergang findet bei FCA in dem Moment statt, in dem der Verkäufer die Ware an den vereinbarten Frachtführer übergibt.